Gerechtigkeit und Respekt halten Gemeinschaften zusammen

www.3sat.de/wissen/wissenschaftsdoku/wido-die-zerrissene-gesellschaft-102.html

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„Alles ist sehr instabil“ – Daniel Ziblatt über die Zukunft der Demokratie

zeitung.sueddeutsche.de/webapp/issue/SZ/2020-10-30/page_2.436106/page.html

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Das Leben kennt keinen Preis

Interessante, wenn auch nicht sehr Hoffnungsfrohe Analyse der globalen Lage von Achille Mbembe in der SZ:

sz.de/1.4989012

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Get Into Good Trouble! – Das Vermächtnis des amerikanischen Helden John Lewis

Grossartig

Weitere bleibende Ted talks zum Thema Rassismus:

Bryan Stevenson über den Umgang mit Unrecht

<div style=“max-width:854px“><div style=“position:relative;height:0;padding-bottom:56.25%“>https://embed.ted.com/talks/lang/de/bryan_stevenson_we_need_to_talk_about_an_injustice</div></div>

Dr. Phillip Atiba Goff: Wie man Rassismus zu einem lösbaren Problem macht.

<div style=“max-width:854px“><div style=“position:relative;height:0;padding-bottom:56.25%“>https://embed.ted.com/talks/dr_phillip_atiba_goff_how_we_can_make_racism_a_solvable_problem_and_improve_policing</div></div

Es gibt keine Rassen, sehr wohl aber Rassismus. Die Entwicklung von Rassismus und Rassentheorien ist eng verknüpft mit der Geschichte des europäischen Kolonialismus und seinen Raubzügen. Rassentheorien dienten dazu, die Grausamkeiten eines gigantischen Systems von Menschenhandel und Sklaverei, auf dem der Reichtum Europas beruht, moralisch zu rechtfertigen (Vgl.: Menschenhandel – eine kurze Geschichte der Sklaverei, ARTE). Später, im Vernichtungswahn des deutschen Faschismus, diente er einem ähnlichen Zweck. Im gleichen Kontext taucht er auf allen Kontinenten und fast allen Kulturen auf, zum Beispiel in China, Korea oder Japan. Immer geht es um Angst und Macht. Rassismus ist primär ein politisches Phänomen, das sich im strukturellen Rassismus zeigt. Dieser hat eine psychologische Dimension. Persönliche Vorurteile und Ressentiments, die sich auf Hautfarben beziehen, unterfüttern politisch motivierten Rassismus. Vorurteile und Ressentiments sind allerdings ein allgemein menschliches Phänomen. Alle, ausnahmslos alle Menschen blicken, geprägt durch unterschiedliche Erfahrungen und Ideen, mit Vorurteilen und Ressentiments auf die Welt. Einige davon sind mit der Farbe der Haut verbunden. Wir sollten affektbedingte Ressentiments und politisch motivierten Rassismus, der ein ideologisches System darstellt, genau unterscheiden. Rassismus kann bekämpft werden, wenn die Verheerungen, die er anrichtet(e) erkannt und anerkannt werden. Dazu gehört die Wut der Unterdrückten ebenso, wie die gespaltene Psyche der Unterdrücker. Mit Ressentiments wird die Menschheit jedoch bis ans Ende ihrer Tage umgehen müssen.

Sehenswert eine Doku in der ARTE Mediathek (dort):

Menschenhandel – Eine kurze Geschichte der Sklaverei

 

 

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Pausenknopf: Gehe zurück auf Los, drücke die Reset-Taste und lebe deine Träume. Ein utopischer Ausblick.

Rechte Ideologen glauben, Nitsche im Tornister, an einen Zyklus ewiger Gewalt. Die Geschichte beginnt mit Krieg, und läuft kreisförmig immer wieder – wenn Konflikte und Widersprüche zunehmen -, zum „reinigenden Krieg“ hin. Krieg ist, rufen die Demagogen im Sportpalast, kein Ende, Krieg ist Anfang, ist ersehnter Aufbruch. Gewalt ist, so gesehen, „fortschrittlich“, ein Mittel zur sozialen Auslese und ideologischen Reinigung. So wie Gewitter meteorologisch reinigen. Hau dem andern eine rein, mach kaputt, was dir fremd ist – gewaltsame Aktionen werden in einer rechtsradikalen Perspektive zum reinigenden Akt. Mit Gewalt spülst du dir die humanistischen Flausen aus dem Hirn, etwa so wie Viren beim Waschen der Hände.

Stahlgewitter (Ernst Jünger), eine selbsterfüllende Prophezeiung. 

Wer gegenwärtig nach Amerika schaut, könnte fast auf die Idee kommen, es wäre wieder mal soweit. Stephen Bannon, Donald Trumps ehemaliger Chef-Ideologe, muss gegenwärtig mit großer Befriedigung auf sein brennendes Land schauen. Die Widersprüche, die das Land schon lange zerreißen, spitzen sich zu, und Donald Trump leistet auch ohne direkte Betreuung ganze Arbeit. Spaltung und Anstiftung zum Unfrieden, das gehört zu den Kernkompetenzen psychopathischer Narzissten. Sie können nicht anders.

Man muss den bösen Clown einfach nur machen lassen – das ist genau das, was Stephen Bannon immer empfohlen hat. Und wenn das Reinhauen eine Art reinigende Wirkung hat wie das Waschen, dann leiden Donald Trump und seine Fans unter einem massiven Waschzwang. Permanente Gehirnwäsche durch permanente Ejakulation gequirlter Scheiße. Twitter brainwashing. Fast scheint die Spekulation aufzugehen, jedenfalls liegt die Aktie Trump stabil bei 42 %, egal was real passiert. It‘s compulsion and coercion, stupid!

Und es brennt ja nicht nur in Amerika, wo die Leute in den Straßen Szenen wie aus Hongkong erleben. Ich kann nicht atmen. COVID-19 brennt in der Lunge, und die Menschen fackeln die Lungen der Erde und sich selbst ab. Das ist leider kein apokalyptisches Geschwätz, sondern entspricht schieren wissenschaftlichen Tatsachen.

Nüchtern betrachtet steht das Tor zur Hölle weit offen, und damit wären wir dann wieder ganz am Anfang dieses Blogs. Wer sich aber nur wiederholen kann, der sollte irgendwann schweigen. Es wird langweilig. Es wird Zeit, zu springen. Raus aus der Box.   Raus aus diesem Blog.

Gehen wir also zurück auf Los. Fangen wir neu an. Besser: Ich gehe zurück auf LOS. Ich löse mich von diesem Blog, und damit von all dem Dunklen und Irren und Wüsten. Ich baue einen Nachrichtenfilter ein und beginne ein neues Schreibprojekt. Klassisch auf Papier gedruckt, über ein Bootshaus und eine konkrete Utopie, die nur gelingen kann, wenn sie nicht perfekt gemacht werden soll. Am Anfang und am Ende stehen gelebte Utopien. 

Es macht keinen lebendig, wenn du dich ärgerst und grämst. Sagen wir, ich halte das Wüten der Welt auf gebührendem Abstand und wandle eine Weile auf den Spuren der wiedergefundenen Zeit.

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Wer rettet Amerika?

sz.de/1.4926103

Ein Artikel von Hubert Wetzel

Amerika brennt zuerst. Der böse Clown im Weißen Haus kennt kein Pardon. Hongkong in den Straßen amerikanischer Städte. Die USA werden von der eigenen Geschichte zertrümmert. Und die Geschichte kennt keine Gnade.

Veröffentlicht unter Allgemein, Freiheit & Gewalt, Krieg & Frieden, Politik

Danke – die Freude in Deutschland zu leben

Wofür und wem kann ich heute wie danken? Ich habe mir vorgenommen, mir diese Frage jetzt jeden Tag zu stellen. Die Bedankten freuen sich und mir hilft es, mehr Freude und Leichtigkeit in meinen Alltag zu bringen. Vielleicht wird daraus eine gute Gewohnheit. Ein Antidot gegen Missmut und schlechte Laune.

Gegenwärtig bin ich froh und dankbar, in Deutschland zu leben. Gegenwärtig läuft es in unserem Land ziemlich gut, wie ich finde. Das gibt mir Vertrauen. Natürlich läuft auch  einiges schief  und nervt. Die Pandemie offenbart schonungslos, was stimmt und was nicht stimmt. Doch Alles in Allem schlagen sich Regierende, Politik und Bevölkerung bisher vergleichsweise erstaunlich gut (Quelle). Danke!

Auch unser Bundespräsident hat eine super Rede gehalten, die es auf den Punkt bringt. Danke!

Wer möchte jetzt schon in NYC, Peking, Sao Paulo, Bogota, Moskau, Deli, Kappstadt oder Barcelona leben. Selbst bei Stockholm bin ich mir nicht so sicher. Es ist gegenwärtig ein verdammtes Privileg, in Deutschland zu leben. Ein Luxus, für den wir ruhig dankbar sein können – wenn wir das große Bild im Auge behalten. Wir werden erst sicher sein, und wir können erst dann wieder gut leben, wenn das Virus weltweit unter Kontrolle ist. Ein weiter, steiniger Weg. Aber Dankbarkeit erhöht bekanntlich ebenso die Freude am Leben wie die Bereitschaft zu Geben.

 

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Aus der Corona-Krise für die Zukunft lernen

Wie geht es nach Corona weiter: sozialpsychologisch, klimatisch, wirtschaftlich, politisch. Ein sehr guter Beitrag mit vertrauenswürdigen Experten auf ARD (Echtes Leben), der vieles auf den Punkt bringt (28 Minuten):

https://www.ardmediathek.de/daserste/player/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL2VjaHRlcyBsZWJlbi9lMWMwMTUzZC1iZDg2LTRmYmEtOTBmOC1iOGQ2NWM0OGI3ZWQ/unsere-zukunft-nach-corona

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Wahrheitssucher auf Abwegen: Die gefährliche Propaganda des Ken Jebsen

Der ehemalige rbb-Journalist Ken Jebsen haut ein völlig abstruses, millionenfach geklicktes, Video zur Corona-Krise (Gates kapert Deutschland) raus. Ein anscheinend irres Konglomerat aus Ungenauigkeiten, Fehlern, Falschmeldungen und Verschwörungsmythen. (Faktencheck 1, Faktenscheck 2.)

Doch der Irrwitz hat System, und es ist wichtig, das zu verstehen!

Hintergrund

Ken Jebsen wurde 2011 vom rbb entlassen, unter anderem wegen antisemitischer Äußerungen („Ich weiss, wer den Holocaust als PR erfunden hat”).

Jebsen betreibt seit Jahren sehr erfolgreich KenFM, eine professionell gemachte Propaganda-Plattform, die westliche Politik massiv angreift und das Vertrauen in westlich-demokratische Systeme systematisch untergräbt. Jebsen interviewt Kritiker aller Art gut vorbereitet und ausführlich. In seinen Gesprächen zeigt er sich interessiert und zugewandt. Auf diese Weise generiert er geschickt Vertrauen und nutzt die Expertise kritischer Geister, allerdings nur, um Kritiken in den kruden Jebsen-Verschwörungs-Kosmos (siehe weiter unten) einzubauen. Jebsen wird, als deutscher „Topjournalist“, regelmäßig vom russischen Staatsfernsehen interviewt. Keine Kritik an den russischen Verhältnissen, Putins Kriegspolitik (Krim, Syrien) wird gerechtfertigt und gelobt

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USA – kaputter Staat am Abgrund?

GEORGE PACKER , ist einer der bekanntesten Reporter der USA und schreibt für The AtlanticDie Abwicklung, sein genau recherchiertes, episches Buch über die katastrophale Entwicklung der sozialen Wirklichkeit Amerikas gewann 2013 den National Book Award. Wer das Buch gelesen hat, konnte Trumps Wahl vorhersehen. Nun analysiert Packer in einem bemerkenswerten Artikel, veröffentlicht in der ZEIT vom 29.April 2020, die politische Entwicklung der USA seit 9/11: nüchtern, präzise, und erschreckend. 

Von George Packer  Gescheitert?
„Inkompetenz, Verschwörungstheorien und Wunderheilmittel: Wie die Pandemie den Amerikanern zeigt, dass sie unter einem korrupten Regime leben. Weiterlesen

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