Im Schatten der Postmoderne marschiert die Gegenaufklärung

Die Gegenaufklärung marschiert in vielen Gewändern und an vielen Orten. Dabei ist sie nicht  gebunden an Orte, sie marschiert in den Köpfen, sie marschiert in den Kommunikationen, breitet sich aus wie Feinstaub in den Zentren der Städte…

Haben wir nicht geglaubt, mit dem Licht der Aufklärung alles Dunkle zu vertreiben? Dann erschraken wir, weil der Furor, alles aufzuklären, die Welt entzaubern kann (Dialektik der Aufklärung). 

Damit schien die Moderne erledigt und die Postmoderne leuchtete ins Dunkle der Aufklärung. Wir erfinden die Welt, sie ist nicht einfach nur da. Erkennen ist ein Akt der Schöpfung! Ein neuer Zauber, der berauschende Zauber des Erfindens. Wir erfinden die Welt, mit Wittgenstein und Daniel Düsentrieb und Pippi langstrumpf, wie sie uns gefällt. Nichts ist unmöglich. Im Rausch des Erfindens scheint es, als könnten wir uns über die Wirklichkeit erheben. Was für ein grandioser Irrtum. Ach Ikarus, nicht nur die Sonne verbrennt deine Flügel. Es ist das eigene Dunkle in dir, das dich vom Himmel holt.

 

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Im Schatten der Postmoderne marschiert die Gegenaufklärung

  1. Pingback: Bilanz, ein paar Einsichten und ein Neubeginn | Kleine Lichtungen

  2. Pingback: Im Namen Europas – in größeren Zusammenhängen und über größere Zeiträumen hinweg denken | november journal

Kommentare sind geschlossen.