Looking To The Bigger Picture: Und es lohnt sich doch Gutes für die Welt zu tun!

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Simon Anholt hat berechnet: welche Länder tun am meisten Gutes für die Welt. Und seine Daten zeigen: Es lebt sich besser, wenn Du kooperierst, an andere denkst, teilst und Gutes tust.

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Eine Chance für den Klimaschutz

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Anton Hofreiter im SZ Interview

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Gesichtsverlust oder Gesichtswahrung – wie Überwachung funktioniert und was wir dagegen tun können.

Achtung, dieser Film auf ARTE – nüchtern recherchiert – ist emotional extrem harter Stoff. Er zeigt ganz konkret den Stand und die Möglichkeiten digitaler Überwachung weltweit. On the Top: China. Warum müssen wir uns diese Fakten zumuten? Es hört sich melodramatisch an, aber es läßt sich nicht anders ausdrücken: Es geht um den Verlust oder die Bewahrung der Menschlichkeit, wie wir sie kennen. Am Beispiel von Xinjiang zeigt der Film, wie menschliche Würde mit Hilfe von KI-Überwachung zerstört werden kann. Wie Menschlichkeit geschützt werden könnte, zeigt sich in Kalifornien. Dort – wo sicher nicht alles gut ist! – hat die Stadtregierung von San Francisco immerhin gerade die Anwendung von Gesichtserkennung im öffentlichen Raum verboten. Ein Schritt zur Gesichtswahrung (die, nebenbei bemerkt, tief in der chinesischen Kultur verankert ist).  Den Film Überwacht – sieben Milliarden im Visier kannst du dir in der Arte-Mediathek anschauen 

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Menschliche Entwicklungsräume

Entwicklungsräume

Die Homo Sapiens haben im Verlauf der Evolution gelernt, die Entwicklungsräume, in denen sie sich bewegen, kreativ und weitgehend selbst gestalten – und zwar durch die Art ihrer Beziehungsgestaltung. Entwicklungsräume eröffnen sich in verschiedenen Dimensionen, die miteinander verbunden sind:

  1. in der Beziehung zu sich selbst
  2. im Bereich des Zwischenmenschlichen (in Beziehungen zu anderen Menschen)
  3. in der Beziehung zur Umgebung
Neun vorläufige Thesen zu menschlichen Entwicklungsräumen
  1. Notwendigkeit: Menschen brauchen Entwicklungsräume, in denen sie sich entfalten können.
  2. Wohlbefinden: Menschen fühlen sich wohl, wenn Entwicklungsräume zugänglich sind, und wenn sie erleben, dass sie diese Entwicklungsräume aktiv und kreativ gestalten können.
  3. Individuelle und gemeinsame Entwicklungsräume: Wir können zwischen (a) individuellen und (b) gemeinsamen Entwicklungsräumen unterscheiden. Es kommt auf die Perspektive an.
  4. Bezogensein und Gegenseitigkeit: Im Bereich des Zwischenmenschlichen (in menschlichen Beziehungen) begrenzen, bedingen und erschließen sich individuelle und gemeinsame Entwicklungsräume gegenseitig. Die Erschließung von Entwicklungsräumen setzt gegenseitige Abstimmung voraus.
  5. Basale Beziehungssysteme: Eltern-Kind-Beziehungen, Paarbeziehungen, Familienbeziehungen, oder intensive Zweier- oder Gruppenbeziehungen können als besondere Entwicklungsräume aufgefasst werden, in denen sich menschliche Beziehungsfähigkeiten entwickeln können (z.B. Selbstempfinden (Daniel Stern), Empathie, Mitgefühl, Gegenseitigkeit, Abstimmung, kreative Kooperation und kreative Beziehungsgestaltung). Basale Beziehungssysteme sind Teil sozialer, kultureller und natürlicher Systemen (sie sind also eingebettet in größere Zusammenhänge, mit denen sie in enger Wechselwirkung stehen).
  6. kreative Kooperation und Abstimmung: Gelingt es im gemeinsamen Miteinander (a) individuelle Entwicklungsräume optimal zu koppeln und (b) gut aufeinander abzustimmen, dann erweitern sich die Möglichkeiten und neue Möglichkeitsräume entstehen.
  7. Der Entwicklungsraum der einen ist der Entwicklungsraum der anderen: Wenn Menschen sich gegenseitig Entwicklungsräume zugestehen und zur Verfügung stellen, kann sich Kooperation entwickeln. In kooperativen Beziehungen eröffnen sich Menschen gegenseitig Entwicklungsräume.
  8. Probleme und Konflikte:
    – Wenn sich, aus welchen (inneren oder äußeren) Gründen auch immer, keine passenden Entwicklungsräume bieten oder eröffnen (oder diese nicht wahrgenommen werden), kommt es zu Problemen und Konflikten. Individuen oder Gemeinschaften, die nicht fühlen (empfinden!), dass sie sich entfalten und Entwicklungsräume gestalten können, reagieren depressiv nach Innen und/ oder aggressiv nach Außen.
    – Individuen oder Gemeinschaften, die anderen Entwicklungsräume verweigeren, stark beschränken oder rauben, reagieren ebenfalls depressiv nach Innen und/oder aggressiv nach Außen.
  9. Eskalation von Gewalt: Wo Menschen sich selbst, Anderen oder sich gegenseitig Entwicklungsräume streitig machen, kommt es zu Kämpfen und gewaltsamen Auseinandersetzungen.

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Die Wut des bösen Clowns ist gefährlicher als das Virus

Die Wut des bösen Clowns im weissen Haus steigt unübersehbar. Taucht irgendein Problem auf oder fallen die Zustimmungswerte, schreit er Krieg, Krieg, Krieg. Die Krise offenbart: Es gibt keine friedliche Alternative zur Zusammenarbeit. Kann die Vernunft siegen? Zur Erinnerung: Der Entwicklungsraum der einen ist der Entwicklungsraum der anderen.   Weiterlesen

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Der größere Zusammenhang (The bigger Picture)

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copyright Jan Bleckwedel

 

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Entwicklungsraum Erde – Auf dem Weg zu einer ökosystemischen Wissenschaft?

Wie können wir die Corona-Krise angemessen verstehen und als Chance nutzen? In einem Beitrag für die SZ verdeutlichen die Wissenschaftler Christoph Rosol, Jürgen Renn und Robert Schlögl die Zusammenhänge zwischen Erderwärmung, Zerstörung der Artenvielfalt und gesundheitlichen Problemen. Wir gestalten die Entwicklungsräume, in denen wir uns bewegen selbst, durch die Art wie wir Beziehungen gestalten, zu uns selbst, zu anderen und zur Umgebung. Wenn es gut geht, entwickelt sich eine ökosystemische Wissenschaft, eine Art zu denken, wie es Gregory Bateson („Ökologie des Geistes“) vorgeführt hat.

 

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Das Vitalitätsfenster – Wie lebende Systeme nachhaltig Entwicklung und Überleben sichern (können)

Die Corona-Pandemie verdeutlicht auf eindrückliche Weise, wie wir Entwicklung und Überleben nachhaltig sichern können. In einer entwicklungsorientierten Perspektive geht es ganz wesentlich um eine ausgewogene Balance von Resilienz und Effizienz.

Das Vitalitätsfenster

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Wir können zwei Aktivitäten unterscheiden, durch die lebende Systeme – zum Beispiel einzelne Zellen, Gehirne, Individuen oder soziale Gemeinschaften –  ihr Überleben nachhaltig sichern (können): Weiterlesen

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Jonathan Sacks – Ein Dialog über Mut und Hoffnung in der Krise

Dieser Ted-Talk mit Jonathan Sacks ist wirklich außergewöhnlich!

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Bewältigungsmuster und Sinn-Konstruktionen im Krisenmodus – und wie wir damit psychologisch klug umgehen könn(t)en

Bewältigungsmuster und Sinn-Konstruktionen bilden einen zusammenhängenden Komplex. In Krisensituationen tritt dieser Komplex in seinem ganzen Facettenreichtum besonders hervor. Wie gehen wir psychologisch angemessen mit den zu Tage tretenden Unterschiedlichkeiten in der Bewältigung und Sinngebung einer unerwartet auftretenden Krise um? Einer Krise, die alle uns bekannten Dimensionen sprengt und einer Fahrt ins Ungewisse gleicht?

Blühende Vielfalt

Vieles scheint jetzt auf den ersten Blick ähnlich, egal wohin man blickt: Quarantäne, soziale Distanzierung, virtuelle Kommunikation. Eine sozial-psychologische Sichtweise zeigt allerdings ein viel bunteres Bild: Wir alle greifen im Krisenmodus zunächst auf bekannte Bewältigungsmuster und Sinn-Konstruktionen zurück, in denen wir uns heimisch, mit denen wir uns wohl fühlen. Das gilt für jede, jeden einzelne(n), aber auch für diverse Gruppen, Gemeinschaften, Länder und Kulturen. Wir greifen auf das zurück, was uns vertraut ist (Texte, Bilder, Gerichte, Gerüche, Praktiken, Ideen oder etwas, das wir (an)fassen können). Regression im Dienste des Ichs — der eine etwas ängstlicher, die andre etwas lässiger.

Das Phänomen ist menschlich und erwartbar, es bestätigt viele grundlegende Theorie der Psychologie und wird jetzt überall sichtbar: Auf dem Feld der Politik ebenso wie in den Feldern der Wissenschaften, der Kunst und des Alltags. In Zeiten der Ungewissheit tauchen daher Bewältigungsmuster und Sinn- Konstruktionen in gewohnter und gleichzeitig in sehr vielfältiger Form auf — so unterschiedlich, wie Menschen, Gruppen, Gemeinschaften und Kulturen nun einmal sind.

Eine Illustration der benannten Tatsachen ist kaum nötig, schon weil jede Liste unvollständig, tendenziös und gegenüber der Vielfalt Erscheinungen ungerecht wäre.

Wie Vielfalt entsteht 

Bei der Hervorbringung von Vielfalt wirken individuelle und kollektive Bewältigungsmuster und Sinn-Konstruktionen —  kommunikativ gekoppelt — ineinander:

  1. A) Individuelle Bewältigungsmuster und Sinn-Konstruktion sind (a) biografisch und (b) kulturell tief in der Psyche verankert, zudem werden sie durch (c) die Stellung in der Gesellschaften, (d) politische Überzeugungen, (e) besondere Identitätskonstruktionen, (f) persönliche Leidenschaften, (g) Lebensstile und (h) spezifische Echoräume (diskursive Blasen) bestimmt und geformt.
  1. B) Kollektive Bewältigungsmuster und Sinn-Konstruktionen sind tief im kollektiven Bewusstsein von Gruppen, Gemeinschaften, Ländern und Kulturen verankert; einem jeweils spezifischen gemeinsam geteilten Hintergrund(vgl. Common Ground, Herbert H. Clark, Edward F. Schaefer, 1989) aus geteilten Praktiken und Kommunikationen, Ideen, Werten, Normen, Standards und Glaubensätzen.

Aus der jeweils besonderen Kombination und Variation von A) und B) entwickelt sich in einem fehlerfreundlichen Prozess eine bunte Vielfalt von Bewältigungsmustern und Sinn-Konstruktionen (und die Erzählungen, Blogs, Videos, Zeitungen, die Literatur sind voll davon).

Aufmerksamkeit für Achtsamkeit und gegenseitigen Respekt 

In Situationen, in denen gemeinsames und einheitliches Handeln, wo Solidarität besonders gefordert ist, und gleichzeitig Vielfalt blüht, sind Konflikte vorprogrammiert. Deshalb scheint es in Krisenzeiten intelligent und nützlich, besonders achtsam und respektvoll mit unterschiedlichen Bewältigungsmustern und Sinn-Konstruktionen umzugehen. Denn in diesen Dingen ist der Homo Sapiens[2] besonders empfindlich. Einmal tiefer gekränkt greifen wir verbal oder konkret schnell zur Keule, und, das wissen wir aus vielen Experimenten, je größer die Distanz und Anonymität, desto gnadenloser schlagen wir zu.

Wir müssen also tun, was leicht gesagt aber nicht so einfach zu machen ist.

Ein gelassener und respektvoller Umgang miteinander wäre – besonders in Bezug auf unterschiedliche Bewältigungsmuster und Sinn-Konstruktionen —  hilfreich, um Solidarität und gemeinsames Handeln zu ermöglichen. Das gilt besonders für jene Phasen, die nach dem ersten Erschrecken und Innehalten kommen, wenn Handlungsdruck, Unsicherheit, Angst und Aggression ansteigen.

Wenn es gut läuft, lernen wir, sehr genau nachzufragen und einander achtsam zuzuhören, ohne das Gefühl zu haben, unsere eigenen Ideen dabei zu verlieren oder zwangsweise aufgeben zu müssen. Aus der Mitte solcher dialogischer Verhandlungsprozesse kann, wenn es gut geht, Kreatives, gar Innovatives entstehen (ganz nebenbei entwickeln sich dabei Ich-Stärke und Einfühlungsvermögen).

Fehlerfreundlichkeit und Konfliktbereitschaft

Fehler und Irrtümer werden in dem Lernprozess, in den wir jetzt gemeinsam, ungewollt und auf unbestimmte Dauer, eintreten, an der Tagesordnung sein. Wohl denen, die sich selbst und anderen Fehler und Irrtümer eingestehen und zugestehen können.

Angesichts komplexer Herausforderungen – und den damit verbundenen Dilemmata — kann es zu harten und intensiven Konflikten kommen; dann wird es darauf ankommen, Probleme offen anzusprechen und Konflikte offen auszutragen (ohne immer gleich beleidigt zu sein oder als Sieger vom Platz gehen zu wollen). Konfliktsituationen müssen ausgehalten und schwierige Situationen durchgehalten werden, um nachhaltige Lösungen zu entwickeln.

In jedem Fall sollten die Fakten im Blick bleiben und zählen. Zensur oder gefälschte Fakten sind im Kampf gegen Viren ebenso kontraproduktiv wie Impulsdurchbrüche oder Verleugnung.

Nicht immer wird unter hohem Entscheidungsdruck ein Konsens gefunden werden können. Unterschiedliche Strategien, Konzepte und Meinungen werden aufeinanderprallen – und doch muss zeitnah entschieden werden, wie das Abenteuer weitergehen soll. Oft ist es klug und angemessen, verschiedene Optionen gleichzeitig zu verfolgen, andererseits müssen klare Entscheidungen getroffen werden.

Wir leben nicht in einer idealen Welt, aber im besten Fall finden wir gemeinsame gangbare Wege, die zu unseren Unterschiedlichkeiten passen.

[1] Z.B. Georg Kreissler, Lied über den Herrn Meyer mit seinem Hund:https://www.youtube.com/watch?v=rUZLTgmbpq0
[2] Und das sind wir nun Alle: Homo Sapiens, andere Menschenarten gibt es nicht mehr.

[2] Und das sind wir nun Alle: Homo Sapiens, andere Menschenarten gibt es nicht mehr.

[3] Wer im Internet Videos mit diesem Zungenschlag sieht, sollte vorsichtig sein, es könnte sich um den russischen Geheimdienst handeln.

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